Erfolgreich selbständig

Nachhaltige Einsparpotentiale durch Outsourcing

In Zeiten krisenhafter Entwicklungen und einer schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage wird in den Unternehmen immer wieder die Frage nach Einsparpotentialen gestellt.

Höchster Posten in den betrieblichen Ausgaben sind meist die Personalkosten. Viele Unternehmen neigen daher dazu, Personal in großem Maßstab zu entlassen, um kurzfristig freie Mittel zu schaffen. Langfristig gesehen ist das jedoch kein probates Mittel, da spätestens mit dem nächsten wirtschaftlichen Aufschwung wieder die Einstellung von Mitarbeitern mit den entsprechenden Kosten erforderlich wird.

Sinnvoller hingegen erscheint es zu prüfen, welche Unternehmensbereiche nicht zwingend mit dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens verbunden sind.

Hier können unter Umständen mit Outsourcing nachhaltige Einsparpotentiale erschlossen werden.

Der vernünftige und zielgerechte Umgang mit den wirtschaftlichen Mitteln von Unternehmen erfordert die ständige Beobachtung und Einschätzung aktueller Entwicklungen nicht nur in den Unternehmen selbst sondern auch im wirtschaftlichen Umfeld.

Dabei spielt die Konzentration auf das Kerngeschäft eine zunehmend wichtige Rolle. Nur Unternehmen, die sich verstärkt auf wesentliche Ziele und Inhalte ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten ausrichten, können langfristig gesehen erfolgreich am Markt agieren.

Zunehmender Preisdruck bei den Endverbrauchern, steigende Konkurrenz im jeweiligen Marktsegment und die Forderung nach einem günstigeren Verhältnis von Aufwand und Ergebnis sind wichtige Argumente für die Überprüfung der Struktur von Unternehmen. Dabei wird der Focus vor allem auf die Bereiche und Abteilungen von Unternehmen gelegt, die nicht direkt mit dem Wertschöpfungsprozess verbunden sind.

Im Ergebnis solcher Überlegungen muss die Abwägung getroffen werden, welche Abteilungen und Bereiche eines Unternehmens für das Kerngeschäft unerlässlich sind und welche Leistungen ohne Verlust von Qualität und Kontinuität ausgegliedert werden können. Oftmals haben sich im Laufe der Zeit innerbetriebliche Strukturen entwickelt, die heute in dieser Form nicht mehr nötig sind, um die gesteckten wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.

Einer dieser Bereiche der betrieblichen Organisation ist die laufende Lohnbuchhaltung. Hier werden in vielen Unternehmen noch eigene Mitarbeiter beschäftigt, obgleich eine Vielzahl eigenständiger Organisationen für die laufende Lohnbuchhaltung mit den entsprechenden Kompetenzen und Erfahrungen existieren.

Grund für das Festhalten an den starren Strukturen sind oftmals
innerbetriebliche Traditionen oder mangelndes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit externer Dienstleistungsunternehmen. Ergebnis sind unnötig aufgeblähte Verwaltungsapparate in den Firmen, zu hohe Personalkosten und damit einhergehend ein unpassendes Verhältnis wertschöpfender Bereiche zu begleitenden Strukturen.

Kostenbewusstsein drängt zu Entscheidungen

Moderne Unternehmen insbesondere im Bereich der kleinen und mittelständischen Wirtschaft sind einem enormen Kostendruck und ständigem Sparzwang ausgesetzt.

Insbesondere in Zeiten der Wirtschaftskrise aber auch in ruhigeren wirtschaftlichen Fahrwassern müssen die Kosten der Produktion und Betriebsführung genauestens mit dem angestrebten oder erreichten Ergebnis verglichen werden. Die Bilanz ist hier oftmals ebenso ernüchternd wie erschreckend.

Ein nicht unerheblicher Posten der Betriebsführung wird für die laufende Lohn- und Gehaltsabrechnung aufgewandt. Dabei nehmen insbesondere Kosten für das dafür benötigte Personal eine Dimension an, die in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ergebnis steht.

Letzten Endes ist die laufende Lohnbuchhaltung für die meisten Unternehmen lediglich ein unbeliebtes Muss der Betriebsführung. Die Konzentration auf das Kerngeschäft jedoch erfordert, möglichst alle Ressourcen in die Entwicklung und Produktion zu investieren, weniger in die begleitenden Bereiche. Insofern ist die Entscheidung, bestimmte Bereiche wie beispielsweise auch die laufende Lohnbuchhaltung aus den Unternehmen auszugliedern durchaus nachvollziehbar und vernünftig.

Die beschäftigten Mitarbeiter müssen dabei nicht zwangsläufig um Ihren Job bangen. Outsourcing ist nicht gleichzustellen mit Personalabbau. Vielmehr geht es dabei darum das vorhandene Potential an Mitarbeitern so einzusetzen, dass ein überwiegender Teil an der betrieblichen Wertschöpfungskette beteiligt ist.

Werden solche Entscheidungen auf die lange Bank geschoben, entstehen Monat für Monat nicht unerhebliche Kosten, die durchaus in unternehmensrelevante Bereiche umgeschichtet werden können, um so zu einer Verbesserung des wirtschaftlichen Ergebnisses beizutragen.

Dabei geht es grundsätzlich nicht um die einfache Verschlankung des Verwaltungsapparates von Unternehmen zugunsten der Einsparung von Personalkosten sondern in erster Linie um den klugen und zukunftsweisenden Umgang mit den wirtschaftlichen Mitteln der Unternehmen.

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